Fit-Team

Aufnahme 2013
Aufnahme 2013

Das Fit-Team umfasst zur Zeit 20 Aktiv-Mitglieder und 6 Passiv-Mitglieder.

 

Unser Fit-Team bietet abwechslungsreiches, intensives Turnen an. Sei es in der Leichtathletik, im Bodenturnen, bei einer rassigen Gymnastik oder Jazzgymnastik. Wir turnen überall begeistert mit. Ein Höhepunkt in jedem Jahr ist immer die Riegenmeisterschaft, bei der auch in den Plauschdisziplinen wie Velofahren, Minigolf und Kegeln Punkte geholt werden. Unser Motto: Zäme ha, zäme stah.

 

Mit viel Idealismus wagten drei mutige, junge :Frauen den Schritt zur Gründung einer Damenriege.
Das Interesse war gross. Um den Töchtern Gelegenheit zu einem fraulichen Turnen zu bieten, wurde eine Riege innerhalb der marianischen Kongregation gründet. Mit acht Turnerinnen wurde im Herbst 1940 mit Turnen begonnen. Schon bald stieg die Teilnehmerinnenzahl auf 20. Im darauffolgenden Jahr wurde der erste Vorstand bestellt. Frl. Lucie Stadelmann, Kanzlistin, amtete als Präsidentin, Frl. Frieda Lauber, Primarlehrerin, leitete die Turnstunden, Frl. Marie Kaufmann, Handarbeitslehrerin, führte das Protokoll. Als Präses stellte sich Pfarrer Nikodemus Petermann zur Verfügung. - Wir sind diesen Gründungsmitgliedern heute sehr dankbar für diesen Entscheid.
Im Herbst 1942 schloss sich die Sektion dem Schweizerischen Verband Katholischer Turnerinnen (SVKT) an. Mit der Gründung und dem Beitritt zum Schweizerverband sollte bewusst ein besonderer Akzent gesetzt werden. Neben der körperlichen Ertüchtigung sollte auch die geistige Fortbildung gefördert werden.
Schon 1943 wurden die ersten Turnkurse von der Leiterin besucht, "notabene auf eigene Kosten".
Am Pfarreiabend beteiligte sich die Riege mit einem Weihnachtsreigen. 1944 wurde auf Schusters Rappen eine zweitägige Wanderung und Wallfahrt über den Sattelpass nach Sachseln organisiert. Damals hatte man noch nicht so bequeme Wanderschuhe, so dass viele Füsse gepflegt werden mussten. Anneli Schöpfer begleitete die Gruppe mit der Handorgel.

 

Freud und Leid sind oft so nahe beieinander. Am 12. Oktober 1944 verunglückten drei liebe Turnerinnen beim tragischen Schiffsunglück: Pia Studer, die Braut - Marie- Theres Studer, als einzige Tochter von Nationalrat Studer - Gritli Koch vom Pfarrhaus Wiggen.
Fragend und weinend standen viele Turnerinnen am offenen Grab. Doch das Leben ging weiter!
Die Turngruppe machte begeistert mit. Einkehrtage, Werkwachen in Wurmsbach und Hertenstein wurden zur körperlichen und geistigen Weiterbildung regelmässig besucht. Jährlich im Sommer fand die GV statt, wobei unser Präses immer ein Grundsatzreferat hielt Die Geselligkeit wurde bei Spiel und Gesang ausgiebig gepflegt.
Die Turnkurse: Methodik - Volkstanz - Reigen - Schwimmen - Rhythmik - Ski - wurden immer mit viel Interesse besucht. Diese Kurse wurden vom Verband organisiert und zum Teil finanziert. Die Riege wurde somit immer wieder mit neuen Ideen befruchtet. Jedes Jahr am Turnerabend war die Riege mit zwei Reigen engagiert und verschönerte das Programm. Beim Unterhaltungsabend 1947 trat die Gruppe mit zwei Reigen auf: "Grossmütterchen tanzt" und "Regenbogenreigen." Auch das Turnerchörli, das von Hildi Duss, Schmittengarten, geleitet wurde, produzierte sich zur Freude der vielen Besucher.
1948 wurde ein Gesuch an das Baudepartement zu Handen der Sport- Toto-Kommission gestellt, um eine maximale Subvention zur Anschaffung von Spielbällen, Bändern und Tambourin Fr. 70.-. Dem Gesuch wurde entsprochen.
Bei den jährlich ausgeführten Ausflügen wurde die Kameradschaft nach bewährter Turnerart gepflegt.
Um geistig auch fit zu bleiben, wurde 1948 ins Melchtal eine Wallfahrt veranstaltet.
Anlässlich der GV 1948 wurden die Statuten des SVKT genehmigt. Leider mussten wir an jenem Abend die Demission von Lucie Stadelmann entgegennehmen, da sie sich beruflich in die Ostschweiz begab. Ihrer Initiative hatten wir viel zu verdanken. Als neue Präsidentin stellte sich Marie Kaufmann, Handarbeitslehrerin, zur Verfügung. Sie engagierte sich sehr für die Riege.
Auf Heiligkreuz wurde 1950 ein Skikurs vom Innerschweizer Turnerinnenverband organisiert und von unserer Riege gut besucht. Der Skikurs wurde jährlich wiederholt.
1951 fand eine Velofahrt und Wallfahrt ins Luthernbad statt.
1952 trat unsere begabte Turnleiterin Frieda Lauber zurück. Hedi Kaufmann, Hauswirtschaftslehrerin, übernahm das Amt. In diesem Jahr fand die Grün-dungsversammlung vom Luzerner Kath. Turnerinnen-Verband in Luzern statt. Jetzt mussten wir die Kurse nicht mehr ausserkantonal besuchen.
1955 durfte unser Präses das 20jährige Pfarrjubiläum feiern. Er war unserer Riege sehr gut gesinnt. Die Schwester vom Herrn Pfarrer hinterliess bei ihrem Tod für unsere Kasse Fr. 400.-. Wir wussten diesen Zustupf sehr zu schätzen, denn wir waren finanziell gar nicht auf Rosen gebettet.
1955 wurde eine Mädchenriege gegründet. Als erste Leiterin konnte Maria Sigrist, Hauswirtschaftslehrerin, gewonnen werden. Sie besuchte den Leiterkurs für Mädchenturnen. Es wurden gleich zwei Gruppen gebildet.
1959 wurde eine Wanderung auf den Feuerstein zusammen mit den aktiven Turnern organisiert.
Zum Missionsjahr 1960 fand eine Gebetswoche statt.
1963 verliess Pfarrer Petermann Escholzmatt. Wir waren und sind bis heute für sein unermessliches Wirken in der Pfarrei sehr dankbar. Manch guten Rat gab er uns mit ins Leben. Auch unsere magere Turnerkasse unterstützte er immer wieder.
Im November 1964 fand der Pfarraufritt von Herrn Pfarrer Hermann Hurni statt. Zwei Turnerinnen durften unsere Riege bei diesem feierlichen Anlass vertreten. Pfarrer Hurni wurde in unserer Riege als Präses mit Freude aufgenommen.
1965 beteiligte sich unsere Riege zum ersten Mal ausserhalb des Kantons, in Zug am Turnfest. Wir machten beim Reigen mit. "Mitmachen kam schon damals vor dem Rang".
Im Sommer 1967 fand mit Josy Hügi in Seedorf ein frohes Treffen statt, an dem sich viele Turnerinnen beteiligten. Josy war eine sehr begeisterte Turnerin und trat ins Kloster Seedorf ein. Sie wirkt heute als Schwester Rita segensreich.
1968 nahmen vier Turnerinnen an der Wallfahrt nach SachseIn teil.
1969 durften wir nun in der Turnhalle des neuerbauten Schulhauses Windbühlmatte turnen. Es war ein herrliches Turnen mit den neuen Geräten!
Es gab in der Riege nicht nur Hochs, auch Tiefs mussten überwunden werden. plötzlich gings wieder bergauf. Zum Glück fanden wir immer wieder tüchtige technische Leiterinnen, die fähig und bereit waren, die Turnerinnen anzuspornen und zu begeistern.
1970, vom 3. bis 5. Juli, fand in Fribourg das Turnfest statt. Neun Turnerinnen beteiligten sich mit Erfolg an den Wettkämpfen, sogar mit Auszeichnung.
Im November fand ein Turnerball mit der Tanzkapelle Paradiso statt.
Am 26./27. Juni 1971 beteiligten sich acht Turnerinnen am Gebirgsmarsch vom EigenthaI über die Rengg nach Escholzmatt.
Schon vor dem Zusammenschluss aller Riegen wurden Wanderungen und die berühmten Turnerabende mit Erfolg gemeinsam durchgeführt. Ein wichtiges Jahr für die Damenriege war 1974.
Anlässlich der Generalversammlung im Januar trat die Damenriege der Turn- und Sportsektion St. Georg bei, was den Austritt aus dem Verband Katholischer Turnerinnen (SVKT) und den Eintritt in den Schweizerischen Katholischen Turn- und Sportverband (SKTSV) zur Folge hatte. Das war ein guter Entscheid, denn "Einheit macht stark". Jede Riege behält ihre Selbständigkeit im Rahmen des Gesamtvereins und hält jährlich ihre eigene Generalversammlung ab.

 

Seit der GV 2008 hat sich die Damenriege in "Fit-Team" unbenannt.